

Star Citizen: Finanzbericht 2024 - Gestiegene Einnahmen und geringerer Verlust im Vergleich zu 2023
Von Andreas
Cloud Imperium Games, das Studio hinter Star Citizen und Squadron 42, veröffentlicht jährlich einen Finanzbericht – allerdings immer für das vorvorige Jahr. Dieser gibt uns einen Einblick, wie das Studio in dem jeweiligen Jahr abgeschnitten hat und wie das bis dahin von uns investierte Geld verwendet wurde.
Der neueste Bericht stammt aus dem Jahr 2024. Er zeigt ein gemischtes Bild mit leicht gestiegenen Einnahmen, minimal gesunkenen Ausgaben und wichtigen Fortschritten, die bis heute nachwirken.
Einnahmen entwickeln sich stabil
Die Gesamteinnahmen stiegen im Vergleich zu 2023 leicht um 3 Prozent auf 146,6 Millionen US-Dollar. Dabei gab es jedoch unterschiedliche Entwicklungen bei den einzelnen Einnahmequellen:
- Die Einnahmen aus Pledges und Verkäufen sanken leicht um 3 Prozent auf 116,3 Millionen US-Dollar. Als Gründe werden längere Entwicklungszyklen und weniger Veröffentlichungen genannt.
- Die Einnahmen aus Abonnements stiegen um 14 Prozent auf 7,3 Millionen US-Dollar, was auf eine stärkere Bindung der Community hinweist.
- Die sonstigen Einnahmen stiegen stark um 35 Prozent auf 23 Millionen US-Dollar. Verantwortlich dafür sind unter anderem die internationale Expansion, Partnerschaften sowie die Einnahmen aus der Übernahme von Turbulent.
Kostenmanagement mit spürbaren Effekten
Die Gesamtkosten, einschließlich Investitionen (Capex), sanken leicht um 2 Prozent auf 161 Millionen US-Dollar. Besonders in folgenden Bereichen gab es Veränderungen:
- Externe Entwicklungsleistungen wurden um 56 Prozent auf 6,9 Millionen US-Dollar reduziert. Dies hängt eng mit der Integration von Turbulent zusammen, durch die mehr Aufgaben intern übernommen werden.
- Die Personalkosten stiegen um 5 Prozent auf 71,4 Millionen US-Dollar, unter anderem aufgrund von Gehaltserhöhungen außerhalb der USA, insbesondere in Manchester.
- Die Verwaltungskosten sanken um 28 Prozent, da einmalige Kosten aus dem Vorjahr im Zusammenhang mit Übernahmen nicht mehr anfielen.
- Marketing-, Publishing- und Eventkosten gingen insgesamt um 6 Prozent auf 37,5 Millionen US-Dollar zurück. Dabei verschoben sich die Ausgaben teilweise geografisch.
- Die Investitionen in Hardware und Infrastruktur stiegen um 13 Prozent auf 8 Millionen US-Dollar, vor allem im Zusammenhang mit der Vorbereitung auf Alpha 4.0.
Personalstruktur verändert sich
Die Gesamtzahl der Beschäftigten sank um 5 Prozent auf 1.031.
Besonders deutlich war die Veränderung in den USA, wo die Zahl der Entwickelnde von 58 auf 28 zurückging. Ursache dafür ist die Verlagerung von Entwicklungskapazitäten nach Manchester und die bevorstehende Schließung des Büros in Los Angeles (Entgültige Schließung war im März 2025). Außerhalb der USA blieb die Zahl der Mitarbeitenden hingegen mit rund 667 weitgehend stabil.
Fazit: Finanzielles Ergebnis verbessert sich
Der EBITDA-Verlust (EBITDA steht für Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte) konnte von 14,3 Millionen US-Dollar im Jahr 2023 auf rund 6,3 Millionen US-Dollar im Jahr 2024 reduziert werden.
Auch der operative Verlust ohne Berücksichtigung der Investitionen ging deutlich zurück. Das spricht für eine bessere Kostenkontrolle und effizientere Abläufe.
Ausblick auf 2025
Wie die Ausgaben im Jahr 2025 aussehen werden, wissen wir aktuell noch nicht, doch die Einnahmen werden voraussichtlich nochmals steigen. Allein bei den Pledges gab es 2025 einen starken Anstieg um rund 33 % auf 155 Mio.
Auch für 2026 sieht es bisher finanziell sehr gut aus. Cloud Imperium Games hat durch Pledges bereits heute mehr eingenommen als Ende August 2025. Im Vergleich zu 2024 ist der Unterschied sogar noch größer, denn diese Summe wurde damals erst während der Intergalactic Aerospace Expo im November erreicht. Wir müssen uns also zumindest finanziell keine Sorgen um Star Citizen machen.
Quellenangaben
09.06.26
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